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Bedingungslose Liebe

Was bedeutet nun bedingungslose Liebe? Bedingungslose Liebe bedeutet, ein Lebewesen aus aller Abhängigkeit zu entlassen und es in seine eigene Kraft und Herrlichkeit zu führen.

Erst dann, wenn das andere Wesen in seiner eigenen materiellen Unabhängigkeit, d.h. in seiner spirituellen Ganzheit und Vollkommenheit ruht, kann es diese bedingungslose Liebe uneingeschränkt erwidern. Das ist wahre Wohlfahrtstätigkeit. Wohlfahrtstätigkeiten, die sich nur auf den materiellen Körper und den Geist eines Lebewesens beziehen, sind nicht echt. Sie dienen letztlich nur der eigenen Ego-Befriedigung. Spirituelle Wohlfahrtstätigkeit besteht darin, ein Lebewesen auf seinem Weg zu bedingungsloser Liebesfähigkeit zu unterstützen. Das ist wahre Emanzipation.

Echtes Leben besteht deshalb entweder in einem grenzenlosen Austausch bedingungsloser Liebe oder in der Unterstützung eines Lebewesens in der Entwicklung seiner Fähigkeit zur bedingungslosen Liebe. Wenn wir das ultimative Wohl eines Lebewesens im Sinn haben, dann haben wir damit auch automatisch unser höchstes Wohl im Sinn. Im der absoluten Substanz Leben wird jede Dualität aufgehoben. Wenn wir das Glück des anderen im Auge haben, haben wir unser eigenes Glück im Auge. Wir können niemandem etwas Besseres wünschen als seine eigene bedingungslose Liebesfähigkeit. Das ist die Kulmination aller Potenz.

Spiritueller Genuss ist immer reiner und lebendiger “Beziehungsgenuss”. Wir können ein anderes Wesen nicht besitzen. Es muss sich uns schenken. Deshalb ist materieller Besitz bedeutungslos. Wir könnten die ganze Welt besitzen, aber unsere innere Leere und Einsamkeit bliebe bestehen. Etwas materiell zu besitzen und zu denken “Das gehört mir” bedeutet, die lebendige Beziehung zu diesem Objekt zu durchtrennen und es zu töten. Jede Art materiellen Genusses ist deshalb eine Art der Tötung. Nur tote Dinge können manipuliert und kontrolliert werden. Wenn wir Dinge als Objekte des Genusses von uns trennen und sie dadurch zu leblosen Schattendingen machen, dann begeben wir uns selbst in das Reich der Leblosigkeit und des Todes.

Wir können unsere Fähigkeit zu bedingungsloser Liebe und damit zu spirituellem Genuss nicht entwickeln, wenn wir den Prototyp dieser Beziehung verleugnen. Welche Beziehung bildet die Grundlage aller anderen Beziehungen? Es ist natürlich die Beziehung zu unserem gemeinsamen Ursprung. Die Qualität unserer Beziehung zur Urersten Person spiegelt sich in ALLEN unseren weiteren Beziehungen wider. Und wenn ich ALLE sage, dann meine ich damit auch wirklich ALLE. So absurd das auch klingen mag, selbst die Beziehung zu unserer Badehose spiegelt sich darin wider, ganz zu schweigen von unseren Beziehungen zu Familienmitgliedern, Freunden, Bekannten, aber auch zu unseren Feinden und Widersachern.

Wir sind Personen, und deshalb ist es offensichtlich, dass unser Ursprung ebenso persönlich ist. Die Vorstellung, Materie wäre irgendwann aus Zufall entstanden, ist kindisch. Sie ist in der Tat unendlich abwegiger als der Glaube an den Osterhasen. Der Osterhase ist immerhin ein Lebewesen, aber wer ist der “Zufall”? Bedingungslose Liebe, nach der wir uns alle sehnen, ist in toter Materie nicht zu finden.

Gott ist die Erste Person. Alles, was ist, ist in dieser Ersten Person. Alle Materie existiert in dieser Ersten Person. Das Wort existieren entstammt dem Lateinischen ex-io, was soviel wie “hinausgehen” bedeutet. Das weist darauf hin, dass die materielle Energie eine abgesonderte Energie Gottes ist. Obwohl sie – wie alles – nur in der Höchsten Person besteht, ist ihr das durch den Einfluss der Erscheinungsweise der Unwissenheit (tamo guna) nicht mehr bewusst. Deshalb wird hier von “Existenz” und nicht mehr von “Sein” gesprochen. Aber letztlich ruht alles in der Ersten Person. Der Terminus „bedingungslose Liebe“ passt sehr gut zu einer Person, aber er wirkt fremd und unpassend im Kontext einer materiell-mechanischen Arrangierung.

„Alles“ umfasst auch jeden einzelnen von uns. Niemand hat sich selbst gemacht. Das ist einfach zu beweisen. Wer sich selbst gemacht hat, baue sich ein zweites Mal. Wir haben weder uns als bewusste Wesen, noch haben wir unsere Körper gemacht. Die Wissenschaft rätselt bis heute über das Wesen und die Herkunft des Bewusstseins. Über den physischen Körper mögen wir zwar scheinbar mehr wissen, aber auch dieses Wissen ist sehr beschränkt. Selbst wenn ich einem Analphabeten sage “Hebe deinen Arm”, hebt er den Arm, solange er nicht taubstumm oder gelähmt ist. Frage ich diese Person nun, wie sie es denn geschafft habe, den Arm zu heben, wird die mich aller Voraussicht nach groß ansehen und sagen: “Ich habe einfach den Arm gehoben”. Aber wir alle wissen, dass das, obwohl es so einfach scheint, doch nicht so einfach funktioniert. Selbst der modernen Wissenschaft sind viele der in diese einfache Tätigkeit involvierten Vorgänge weitgehend unbekannt. Vor allem finden wir auch hier wieder den geheimnisvollen Faktor “Bewusstsein”.

Fazit: Wir haben uns als bewusste Wesen nicht gemacht. Wir haben ebenso unsere Körper nicht selbst hergestellt, denn wir wissen nicht einmal, was in unseren Körpern geschieht, wenn wir unseren Arm heben. Aber es ist eine unwiderrufliche Tatsache, dass wir leben, dass wir bewusst sind und dass wir imstande sind, unsere Arme zu heben, sogar beide gleichzeitig. Das nennt man Gnade, und die Anerkennung dieser Tatsache der Gnade wird Demut genannt. Demut bezieht sich also darauf, seine vollkommene Abhängigkeit vom Schöpfer anzuerkennen. Die bedingungslose Liebe der Ersten Person erfahren wir als Gnade, wenn wir uns ihr in Demut und Hingabe öffnen. Echte bedingungslose Liebe und echte Hingabe sind von gleicher Natur.

 

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Info:
Bedingungslose Liebe ist Beitrag Nr. 442
Author:
web416 am 19. April 2013 um 17:50
Category:
Philosophie und Wissenschaft
Tags:
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1 Kommentar »

  1. Brigitte

    der Beitrag ist sehr gut.
    darf ich den ausdrucken und weitergeben?

    vielen Dank.

    zum Kavaca-Horoskop eine Frage?
    mit welchem Betrag muss ich für die Zutaten wie Edelsteine, Bilder, Planeten-Essenzen ect, rechnen?

    #1 Comment vom 11. Juli 2017 um 10:36

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