Begriffe wie “radikal”, “extrem”, “fundamentalistisch” etc. werden von den modernen Gehirnwäschern mit sehr negativen Konnotationen versehen. Der tiefe Sinn dahinter besteht darin, uns das Leben zu vermiesen.
“Radikal” kommt aus dem lateinischen “radix”, was Wurzel bedeutet. Radikal ist jemand, der einer Sache auf den Grund, einem Übel an die Wurzel geht.
“Extrem” entstammt ebenfalls dem Lateinischen und bedeutet “äußerst” im Sinn “bis an die äußerste Grenze gehend”.
“Fundamentalistisch” bezieht sich auf das Wort “Fundament”, was so viel wie Grundlage bedeutet. Ein Fundamentalist ist in der Lage, seine Ansicht auf ein solides Fundament zurückzuführen.
Radikal zu sein ist im wahrsten Sinne des Wortes immer gut. Was gibt es in jedem Bereich des Lebens besseres, als den Dingen auf den Grund zu gehen? Der Richter am Gerichtshof will den Dingen auf den Grund gehen, gleichwohl es die Aufgabe der Philosophen ist, den Dingen auf den allerletzten Grund zu gehen.
Heute scheut man diese Aufgabe, weshalb lieber an Symptomen herumgedoktert wird. Jeder Symptomarbeiter ist ein Scharlatan, gleichgültig, wie umfassend seine materielle Bildung sein mag, dargestellt durch Titel, die Scharlatan-Universitäten und ebensolche Bildungseinrichtungen verliehen haben.
Wir sehen also, dass uns nur “Radikalität” in seiner wahrsten Bedeutung vor Dummheit und Scharlatanismus schützt. Es ist gut, radikal zu sein. Es ist das Beste. Wer immer bestrebt ist, an die Wurzel aller Dinge zu gehen, ist der einzige, der gegen Dummheit, Missbrauch und falscher Abhängigkeit gefeit ist.
“Extrem” und “fundamentalistisch” sind leichter mißzuverstehen. Uns wird eingeredet, extrem und fundamentalistisch seien böse. Der Hintergrund ist, dass ja niemand die Wahrheit kennt. Wenn also jemand extrem auf ein relatives Fundament aufbaut, ist das ganz, ganz schlecht.
Da ist es schon viel besser, gemäßigt zu sein: Ein bisserl von diesem Blödsinn, ein bisserl von jenem, und schon ist alles in Butter. Eine Partei der Mitte ist eine Partei, die von allem Unsinn ein bisschen was in ihr Programm aufnimmt. Wenn man dann einen Vertreter dieser Partei auf diesen Unsinn festnageln will, findet er so einfach Gelegenheit, schnell auf den anderen Blödsinn auszuweichen. Er ist ja gemäßigt, was so viel heißt wie ein schwammiges, flatterhaftes, feiges und in der Birne weiches Individuum, das extrem dumm ist.
“Niemand kennt die letztendliche Wahrheit!”
Ist das eine gemäßigte Aussage?
Ist das nicht eine extrem extreme Aussage? Fundamentalistisch gar?
Der Agnostiker ist ein Fundamentalist, und ein recht eingebildeter obendrein. So eingebildet, dass es ihm offenbar anhand der Ausdünstungen seines kindlichen Stolzes die Brille beschlagen hat: “Niemand kennt die Wahrheit”, spricht er, und nimmt im selben Augenblick für sich in Anspruch, das genau zu wissen.
Wollen wir ihm wohlmeinend zurufen: “Mein Lieber, zweifellos kennst du die Wahrheit nicht. Wollen wir es dabei belassen und uns vor übereifrigen Schlussfolgerungen hüten!”
Wer ist nicht extrem? Extrem links, extrem rechts, extrem agnostisch, extrem gemäßigt??
“Extrem gemäßigt” bedeutet letztendlich nichts anderes als sehr betäubt. Beschäftige die Menschen mit Essen, Schlafen, Sex und Verteidigung, vergifte sie mit Drogen und Pornographie und sie verlieren alle Ideale. Das ist die Bedeutung von “gemäßigt”. Unfähig, klar zu denken, lassen sich diese Sklavenmenschen alles einreden, ohne jemals die Widersprüche dahinter zu erkennen. Sie opfern ihre materielle (geschweige den spirituelle) Identität einem dumpfen, sinnentleerten Hedonismus.
Jeder ist extrem. Extrem christlich, extrem atheistisch, extrem agnostisch, extrem gemäßigt, extrem stumpfsinnig, extrem betäubt, extrem demokratisch…
Das moderne Ideal lautet: Bleib flexibel! Das bedeutet: “Leg dich nicht fest.” Bleib entwurzelt, bleib einsam, dumm, orientierungslos. Wir werden die Verantwortung für dich übernehmen: NEIN, DANKE!
Was ist falsch daran, extrem aufrichtig zu sein? Extrem wahrhaftig? Extrem begierig, das Fundament der Wirklichkeit zu erkennen? Extrem liebevoll, extrem authentisch zu sein? Was ist falsch daran, die Wirklichkeit, so wie sie ist, extrem anzuerkennen? Was ist falsch daran, dass Leben extrem anzunehmen? Sein Leben ganz radikal extrem auf das Fundament der Wirklichkeit zu bauen?
Der internationale Sozialismus ist die größte Gaunerei, der die Menschheit jemals auf den Leim gegangen ist. Da waren die größten Tyrannen und Despoten der Geschichte armselige Knaben dagegen. Sie ist dazu gedacht, uns das Leben zu nehmen: Das freie, echte, pralle Leben, um uns mit einer Attrappe abzuspeisen. Schöne neue Welt!
Jede materielle Ideologie ist ausschließend. Jemand, der für etwas ist, ist gleichzeitig gegen etwas. Als Lösung dieses Dilemmas wird uns der internationale Sozialismus angepriesen, der alles gleich machen will: Schwarz und weiß, Mann und Frau, Bürger und Arbeiter, dumm und intelligent, arm und reich usw. Ja, Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Welch hehre Worte! Das ist der Grund, warum so viele junge Idealisten auf diesen Betrug hineinfallen: Weil der internationale Sozialismus vorgibt, etwas zu sein, das er nicht ist. Er ist Pseudospiritualität in Reinkultur.
Wer die Ideologie des internationalen Sozialismus zu Ende denkt, kommt unweigerlich zu diesem einen Ergebnis: Die völlige Auflösung jeglicher Individualität, also Selbstmord. Er ist der Tod aller authentischen Lebensäußerung, der Vernichter aller Unterschiede, der Ertränker individueller und nationaler Interessen in einem Pfuhl der Betäubung durch Fressen, Saufen, Pornographie, Drogen, Freizeitfun und Konsum in jeder nur erdenklichen Perversion. “Brot und Spiele” in Perfektion.
Der internationale Sozialismus verspricht die Überwindung der Trennung in Kasten, Klassen, Geschlechter und Nationen. Er tut dies, indem er diese Unterschiede leugnet und andere dazu zwingt, diese Unterschiede ebenfalls zu leugnen. Frauen müssen zum Heer, Männer kriegen Kinder.
Gleiches Recht für alle. Erwachsene wählen, Kinder sollen auch wählen. Kinder trinken aus dem Fläschchen, Erwachsene sollen auch aus dem Fläschchen trinken…
Gleiches Recht für alle.
Der internationale Sozialismus spricht dem Individuum das Recht zur individuellen Lebensäußerung ab. Wie ein Bulldozer möchte er über alles hinwegrollen und gleich machen. Zurück bleiben hirnlose Zombies. In der Dumpfheit ihres Seins, im Tod sind sie alle eins.
Jeder klardenkende Mensch versteht, dass die Überwindung der Trennung nicht auf der materiellen Ebene der Designationen möglich ist. Nationalismus kann niemals durch künstliche Gleichmacherei überwunden werden. Ganz im Gegenteil: Nicht alle lassen sich den zynischen Wahnsinn einer multikulturellen Zwangsbeglückung gefallen und so werden als Gegenreaktion nationalistischer Übereifer und Agitation geradezu aufgestachelt.
Dem Menschen muss erlaubt werden, seine individuelle und nationale Identität im Rahmen einer größeren Gemeinschaft zu leben. Wir sehen, dass die sozialistische Gleichmacherei zu einer radikalen Zunahme oberflächlichsten Individualismus geführt hat, der seinen Ausdruck in sinnentleerter Äußerlichkeit findet, weil ihm der Ausdruck in subtileren menschlichen Werten versagt worden ist.
Wenn Menschen darin gefördert werden, mit ihresgleichen, d.h. mit Volk- und Kulturgenossen nationale Einheiten zu bilden, wenn ihm also erlaubt ist, seine Individualität zum Wohle des nationalen Ganzen auszuleben, dann wird diese Mentalität auch das größere Ganze der gesamten Menschheit überstrahlen. So können Nation und Nation respektvoll zusammenleben, in dem erhebenden Bewusstsein, dass sie alle ihren Platz haben, weil sie Teil eines größeren Ganzen sind. Diese Mentalität wird nicht nur auf die Menschheit beschränkt bleiben, sondern sich auf andere Mitbewohner der Erde, wie etwa die Tiere, erweitern und schließlich wird sogar die ganze Erde als winziger Teil einer noch größeren kosmischen Einheit begriffen werden. Die Devise lautet daher und kann nicht anders lauten als “Verschiedenheit in Einheit”.
Wahre Philosophie lehrt, dass Einheit nur auf der spirituellen Ebene möglich ist. Die falschen Propheten der Pseudoreligion des internationalen Sozialismus wollen uns weismachen, diese Einheit sei durch die starrköpfige Leugnung materieller Unterschiede möglich.
Die “Religion” des Marxismus ist Atheismus und Materialismus. In diesen liegt sein fundamentalistisches Glaubensbekenntnis. “Gott ist tot”. Das ist zwar Fanatismus pur, aber es ist nicht radikal in der wahren Bedeutung dieses Wortes, denn es geht nicht an die Wurzel. Dazu sind die internationalen Sozialisten zu feige, Untertannen und Obertannen gleichermaßen.