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Das Leid der Welt: Ursache und Lösung (Teil 1)

Ich bin mir sicher, dass es auf dieser Erde noch keine Zeit gegeben hat, die derart hemmungslos von den hässlichsten und skrupellosesten Betrügereien aller Art geprägt und entstellt war wie die gegenwärtige. Ich weiß, ich habe das schon des Öfteren gesagt, aber ich finde, dass es nicht oft genug gesagt werden kann. Es geht nicht darum, Angst und Schrecken zu verbreiten. Es geht vielmehr darum, Lösungen aufzuzeigen, die aber die Anerkennung des Status Quo, so unerfreulich er auch sein mag, mit einschließen. Diese Betrügereien ziehen sich ausnahmslos durch ALLE Bereiches des Lebens, von Religion und Wissenschaft über das Wirtschaftswesen bis hin zu den täglich von uns verwendeten Produkten der modernen Technik. Diese Welt ist zu einem einzigen stinkenden Haufen von Verrat, Heuchelei, Ausbeutung und Missbrauch, Terror und Brutalität geworden. Wie konnte das geschehen?

Die erste große Aufgabe der Menschheit besteht darin, dieser Tatsache einfach einmal ins Gesicht zu sehen. Das erfordert mit Bestimmtheit einen sehr entschlossenen Schritt aus der eigenen Komfortzone, aber er ist unvermeidlich. Die zweite große Aufgabe ist die aufrichtige und ernsthafte Auseinandersetzung mit der ursächlichen Ursache dieses hemmungslosen Verfalls und mit der Resonanz dieses Verfalls in unserem eigenen Wesen. Wir müssen offen sein für die Erkenntnis, wie weit wir Mitspieler in diesem System sind, in der Hoffnung, auf der Grundlage des Leidens anderer davon zu profitieren. Das fängt – so banal das klingen mag – bei dem Leid an, dass wir den Tieren dieser Welt zufügen.

Gier, Neid, Geiz, Hass, Angst und Illusion sind die bestimmenden Faktoren des Weltgeschehens. Wie sieht es also in unseren Herzen aus? Wie viel Angst, Gier, Neid, Zorn und Geiz ist darin zu finden? Wie sind wir der Illusion verfallen, dass Materie etwas sei, das man “genießen” könne, das man ausbeuten dürfe? Was macht dieser “Genuss” aus den Menschen? Was macht er aus uns selbst?

Wenn dieser Genuss das wahre Ziel des Lebens ist, warum nicht alle Schleusen des uneingeschränkten Hedonismus, der totalen sexuellen Freizügigkeit, der Prostitution, des Konsums von Drogen, der Förderung von Raub, Mord und Totschlag zu öffnen? Warum kein Menschenfleisch essen? Warum nicht kleine Kinder vergewaltigen, um Genuss aus ihren geschändeten Leibern zu pressen? In der Tat, all diese Dinge geschehen auf diesem Planeten, und sie nehmen täglich zu. Ich bin davon überzeugt, dass wir nicht einmal die Spitze des Eisberges kennen.

Und? Sind diese Menschen glücklich? Selbst der Atheist, der sich noch etwas Vernunft bewahrt hat, versteht, dass auf Regeln und Regulierungen nicht verzichtet werden kann, da sonst das ganze menschliche Gesellschaftsgefüge innert kurzer Zeit zerfallen würde. Aber ist diese zweckorientierte Haltung der Weisheit letzter Schluss? Besteht der einzige Grund, nicht hemmungslos egoistisch sein zu dürfen, bloß darin, die gegenseitige Ausbeutung und den gegenseitigen Dienst in ein funktionierendes Gleichgewicht zu bringen, nach dem Motto “Ich ermorde dich nicht, denn ich kann dich für etwas anderes gebrauchen”?

Alle religiösen und ethischen Anweisungen schreiben dem Menschen Zurückhaltung vor. Tun sie das bloß aus dem oben erwähnten utilitaristischen Prinzip oder aber steckt mehr dahinter? Bei eingehender Betrachtung können wir erkennen, dass mit reinem Utilitarismus ausgeklammert wird, was das Leben erhöht und wirklich lebenswert und genussreich macht: Vertrauen, Freundschaft, Liebe, Treue, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Ehre, Edelmut, Empathie, Respekt, Achtung und alle anderen unzähligen Eigenschaften, die in unzähligen Liedern, Büchern und Filmen als das Zentrum und die Essenz des Lebens dargestellt werden. Alle diese Eigenschaften werden entweder ausgeklammert oder aber zur Manipulation instrumentalisiert. Auf dieser Ebene gibt es keine echte, wahre Freundschaft, keine Empathie, Liebe und Ehrlichkeit. Wenn der persönliche Vorteil zählt, degenerieren diese edlen Eigenschaften zu Instrumenten des Egoismus. Der Geschäftsmann lächelt seinen Kunden an und zeigt ihm den Stinkefinger, wenn der sich umdreht. Das ist moderne Höflichkeit.

Wenn echte, d.h. autoritative spirituelle Lehren uns Anweisungen zur Einschränkung oder gar zum Verzicht geben, dann tun sie das, weil sie uns das Wesen unseres so genannten Genusses begreiflich machen wollen. Dieses Wesen besteht darin, dass er illusorisch ist. Materie kann nur in der Einbildung „genossen“ werden, und die Folge davon ist, dass dieser Genuss unser Herz nicht mit überschäumender Freude und grenzenlosem Frohsinn erfüllt. Dieser so genannte Genuss kann die tiefsten Sehnsüchte unserer Herzen niemals erfüllen. Unser Herz schreit nach der wahren Substanz des Lebens, nach bedingungsloser Liebe, nach Freundschaft, nach hemmungslosem Vertrauen, nach schrankenloser Intimität, nach tiefster Verbundenheit. Das ist so, weil wir keine Todeswesen, sondern Lebewesen sind. In dem Ausmaß, wie wir durch die Läuterung unseres Geschmacks unser eigenes Sein veredeln, werden wir den niederen Geschmack, der aus der Befriedigung körperlicher Bedürfnisse entsteht, aufgeben können. Um frei zu werden, müssen wir demnach das Verlassen unserer Komfortzone in Erwägung ziehen.

Die gegenwärtige entwürdigende Lage der menschlichen Gesellschaft beruht einzig und allein auf der Denkweise skrupelloser und irreführender Eliten und auf unserer Resonanz zu dieser Denkweise. Es ist den meisten Menschen nicht bewusst, in welch erschreckendem Ausmaß sie zu Hunden an den Leinen der Machtelite geworden sind. Die Verführungsenergie dieser Oligarchie (im Sinn der klassischen Verfassungslehre) ist sehr, sehr mächtig. Ihr zu entkommen ist nur Menschen möglich, die bereit sind, ihre emotionale Abhängigkeit nach Sicherheit und Anerkennung auf eine andere Macht übertragen, die diese Bedürfnisse besser erfüllt. Wenn wir in bedingungsloser Aufrichtigkeit in uns forschen, werden wir im Laufe der Zeit erkennen können, worin unsere Resonanz zu den falschen Propheten, wie Jesus sie genannt hat, besteht. Damit werden uns auch das Wesen und die Natur dieser Eliten immer deutlicher und klarer vor Augen treten.

Mein Schwiegervater hat mich einmal gefragt, wer den diese Eliten, diese falschen Propheten seien. Es ist hier aber genauso sinnlos, mit irgendwelchen Begriffen um sich zu werfen, wie bei allen anderen Themen auch. Das ist das Niveau von Wirtshausdiskussionen, gleichgültig ob sie am Stammtisch oder im Parlament geführt werden. Es ist keine Frage der Etikettierung. Wir sind zu Sklaven von Designationen, Konfessionen, von Schubladen geworden. Das wird in modernem Deutsch “labelling” genannt. Diese “Labels” bestimmen unser Denken hin bis zu unserem Einkaufsverhalten, weil wir uns weigern, hinter die Fassade zu sehen. Wir haben – in Unkenntnis über das Wesen der Wahrheit – Angst vor der Wahrheit und ihren unergründlich erscheinenden Tiefen. Jenseits inhaltsloser Begriffe ist es vielmehr notwendig, die Mentalität dieser Eliten verstehen zu lernen. Das aber kann nur gelingen, wenn wir gewillt sind, unsere eigene Mentalität einschließlich aller Tabubereiche und “heiligen Kühe” kennen zu lernen. Auf diese Weise werden uns die todbringenden Lügen dieser Eliten klar vor Augen treten und wir werden ganz von selbst – ohne zusätzliche Bemühung – erkennen können, um welche Leute es sich handelt. So finden wir uns dann auch in der glücklichen Lage, Wölfe im Schafspelz identifizieren zu können. All das sind die wunderbaren Folgen eines neuen Denkens, das auf spirituellen Prinzipien beruht. Es gibt keine Abkürzung auf diesem Weg.

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Das Leid der Welt: Ursache und Lösung (Teil 1) ist Beitrag Nr. 397
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web416 am 12. Februar 2013 um 18:38
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Flutlichter: Kommentare zu aktuellen Themen der Gesellschaft
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