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Eine Familie in Freiheit und Liebe

Jedes Wesen gehört in Wirklichkeit zur Familie der Ersten Person, die in der altindischen Sprache des Sanskrit „Krishna“, der Allanziehende, genannt wird.

Dass diese ursprüngliche Person allanziehend ist, ist unbestreitbar, denn alles geht von Ihr, der Ursache aller Ursachen, aus. Die meisten Lebewesen fühlen sich direkt und unmittelbar von dieser höchsten Person angezogen, aber eine Minderheit von Lebewesen spürt diese Anziehung nur indirekt. Anstatt sich direkt zum Höchsten Persönlichen Gott hingezogen zu fühlen, spüren diese Lebewesen große Anziehung zum äußeren, materiellen Reichtum Gottes. Diese Lebewesen lehnen die ursprüngliche Familie, deren Mittelpunkt die Erste Person ist, ab und sind sehr bestrebt, ihre eigenen Familien mit sich selbst im Mittelpunkt zu schaffen. So katapultieren sie sich aus dem ursprünglichen Familienverband.

Die Konsequenz dieser Absonderung wird „Sünde“ genannt, im Sinn von „absondern“, Extrawege gehen. Sie erfüllen damit den Tatbestand der Asozialität. Krishna ist der Chef, derjenige, der die Wirklichkeit „festgelegt“ hat als ewig, voll bewusst und glückselig. Er ist der Leiter des Unternehmens Wirklichkeit. Das Unternehmensziel besteht darin, dass ALLE „Mitarbeiter“ restlos und ewig in vollem Bewusstsein glücklich sind. Kein Zwang, kein Druck, kein künstliches Überzeugen und Überreden, keine Drohung, keine Angst: Nur Freiheit, Freiwilligkeit, Einsicht, Erkenntnis, Wertschätzung, Freude, Spontaneität.

Das ist die Qualität des „Unternehmen Krishna“. Die Werte Krishnas sind absolut und deshalb für jedes Lebewesen „bis in die letzte Faser“ zufrieden stellend, fehlerlos, großartig, wunderbar und die Ursache hemmungsloser Hingabe an dieses Unternehmensziel. Man könnte es auch anders formulieren: Die Unternehmens-Philosophie, das Mission Statement, von Krishnas Unternehmen besteht darin, alle Möglichkeiten zu schaffen, jedem Wesen die Entfaltung seines ganzen uneingeschränkten Lebenspotentials in jeder Hinsicht zu ermöglichen.

Das gilt selbst für diejenigen, die aus diesem Unternehmen ausscheren und ihre eigenen „alternativen“ Unternehmen gründen wollen. Aber welche Alternative gibt es zu Freiheit und bedingungsloser Entfaltung in bedingungsloser Liebe?

Aber dennoch hat jedes Lebewesen jede Freiheit, ein „alternatives“ Unternehmen aufzubauen. Manche nutzen diese Gelegenheit tatsächlich aus einer Laune heraus und müssen sich dabei mit Dogmatismus, Zwang, Verrat, Manipulation und Einsamkeit auseinandersetzen. Es steht jedem Wesen frei, die Sinnlosigkeit und Überflüssigkeit einer solch „alternativen“ Unternehmungsgründung anzuerkennen und sich wieder in das ursprüngliche Unternehmen einzugliedern.

Das Unternehmen Krishna ist ein großer Familienbetrieb, in dem jeder in seiner einzigartigen Position dem Ziel des Unternehmens dient. Dieser Dienst ist nicht mit dem Dienst in der materiellen Welt vergleichbar. Wir dürfen nicht den Fehler machen, unsere bedingten Konzepte auf die Wirklichkeit zu projizieren, denn dadurch wird sie für uns unverständlich. Dieser Dienst ist Dienst an der Freiheit und an der Liebe.

Krishna ist der Herr dieser Familie. Er gibt alles, und alles fließt zu Ihm zurück. Das ist die Bedeutung von „bhoktaram yajna tapasam“ (Bg 5.29). Er ist der Genießer aller Handlungen. Wenn Er genießt, genießen alle, denn Sein Genuss ist das Glück eines jeden Familienmitglieds. Es ist uns nicht möglich, diese absolute Ebene zu verstehen, zu begreifen oder zu erleben, ohne uns ihr bedingungslos zu öffnen.
So ist alles in bester Ordnung, wie auch immer es für uns aussehen mag. Alles ist vollkommen, hier und jetzt. Jede Unvollkommenheit ist ein Ausdruck des Missbrauchs von Freiheit. Es ist der erste Missbrauch von Freiheit, ein anderes, neues Konzept von Freiheit aufzustellen. Es ist der erste Missbrauch der Freiheit, mit diesem alternativen Konzept von Freiheit die wahre Freiheit abschaffen zu wollen. Diese Absicht gebiert jede Art von Unvollkommenheit. Aber weil dieser Wunsch auch nur auf der Grundlage von Freiheit möglich ist, ist jede Unvollkommenheit illusorisch.

Die Wesen der materiellen Welt sind solche Rebellen. Sie können Krishnas „Mission Statement“ nicht begreifen. Deshalb bauen Sie sich eine folie a deux, trois, cent, mille etc. auf, bis hin zu Nationalismus und Humanismus, je nach dem Ausmaß ihrer materiellen Macht. Aber alle diese Familienkonzepte sind elitär, ausschließend und somit unvollkommen. Sie beruhen auf Unwissenheit.

Wir aber sind in der glücklichen Lage, uns über diese Themen Gedanken machen zu können. Wir sind frei genug, um die Bedeutung solcher Überlegungen erkennen zu können. Wir lernen, stolz auf Krishnas Unternehmen zu sein, denn es ist wahrhaft elitär, weil es darin keinen Mangel gibt. Wir lernen, stolz auf Krishnas Angebot zu sein und stolz auf uns selbst, weil wir Krishnas Angebot annehmen. Aber auch hier gilt: Dieser Stolz ist kein materieller Stolz. Dieser Stolz erwächst aus der Liebe, und so wie die Liebe unbeugsam ist, so ist dieser Stolz unbeugsam, da er immer ein Stolz in Liebe ist.

Auch andere Schriften geben uns einen Hinweis auf Krishnas „Mission Statement“:

Die Liebe ist langmütig und freundlich
Die Liebe eifert nicht
Die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf
Sie verhält sich nicht ungehörig
Sie sucht nicht das Ihre
Sie lässt sich nicht erbittern
Sie rechnet das Böse nicht zu
Die Liebe erfreut sich nicht an anderer Menschen Sünden Sie erfreut sich an der Wahrheit Sie ist immer willens zu ertragen, zu vertrauen, zu hoffen und zu erdulden Gleich was kommen mag.

(1. Korinther – Kapitel 13, Das Hohelied der Liebe)

Im Dienst der Ursprünglichen Person Krishna zu stehen bedeutet, im Dienst unbeschränkter  Freiheit und bedingungsloser Liebe zu stehen. Es gibt dazu keine Alternative.

 

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Info:
Eine Familie in Freiheit und Liebe ist Beitrag Nr. 432
Author:
web416 am 16. April 2013 um 21:00
Category:
Philosophie und Wissenschaft
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